Über mich

Geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen in Baden, anschliessend ins Lehrerseminar Wettingen (heute: Kantonsschule Wettingen). Lehrerin, Mentaltrainerin, Autorin, Fachjournalistin.

Es gibt kein Jetzt und keine Zukunft ohne Vergangenheit: Wir liebten den Wald und den Sportplatz, schrammten bei «Räuber und Poli» die Knie auf, schürften beim Sturz mit dem Herrenvelo – ein Bein unter der Mittelstange durch – das Bein auf, kletterten auf Bäume, fuhren Ski ohne Sicherheitsbindung und ohne Helm, holten uns beim „Fangis“ auf dem Eis blaue Flecken beim Stürzen, hängten beim Schlitteln (Bauchlage) mit den Füssen beim hinteren Schlitten ein und den Letzten in der Reihe schwang es von einer Seite zur andern, stiegen mit den Fellen unter den schweren Skiern frühmorgens den Berg hoch und hatten Tränen in den Augen beim Anblick der grandiosen Bergwelt, kletterten über Felsen und Steine, wanderten über herrliche Alpweiden, tranken das klare Wasser aus den Bergbächen, zum Bräteln schnitten wir mit dem Sackmesser Streifen in den(!) Cervelat, bissen in ein grosses Stück Brot, tranken Lindenblütentee aus der Feldflasche, sangen tolle (heute alten) Lieder und «Lumpeliedli», brüllten bei offenem Fenster «ziggi zaggi ziggi zaggi hoi hoi hoi» wenn wir von der Schulreise oder dem Sommer-/Winterlager mit der SBB in den Bahnhof einfuhren, schwammen im Schwimmbad um die Wette, sprangen vom Turm mit und ohne «Köpfler» ins Wasser, genossen einen Mohrenkopf (wenn wir es uns überhaupt leisten konnten) ohne schlechte Gedanken und nutzten jede Gelegenheit, die Zeit so zu gestalten, dass wir am Abend den Tag loben konnten! Wir sassen zu Hause am Tisch und haben gegessen, was auf den Tisch kam. Wir wurden nicht übergewichtig, sondern übermütig, weil es uns so gut ging. Wir gingen gern zur Schule – auch wenn wir die Lehrer nicht jeden Tag verstanden haben.

Wir haben zusammen geredet, gelacht, uns geneckt und auch, aber selten, gestritten. Wir verstanden schon damals die Wörter: Selbstverantwortung, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Einsatz, Leistung, Wille, Ehrgeiz und Kampfgeist – und sind ohne Handy, Laptop, Psychologen und Care Teams gross und selbstständig geworden!
Wir erlebten Physik und Chemie beim Sport, Mathematik im Umgang mit Geld, Biologie beim Wandern, Sprache mit den Kollegen. Es war grossartig!

Schule und Sport waren mein Leben. Leichtathletik wurde meine persönliche Sportheimat und damit die längeren Laufstrecken und Bergläufe – und das erfolgreich.
Die Freude am Rennen über längere Distanzen begann im Badener Wald bei der Meinrad-Herzog-Hütte – bei der Waldhütte (heute über 100-jährig), die mein Urgrossvater, Zimmermann und Bannwart, mit seinen Händen gebaut hat.
Beruf und Sport haben mich in die Welt hinausgeführt. Ich bin vielen Menschen begegnet und ein Stück des Weges mit ihnen gegangen. Dafür bin ich unendlich dankbar.
Und jetzt freue ich mich, dass Sie mich ein Stück des Weges begleiten.